DUETT - Teilzeitausbildung

Förderung

Das Projekt DUETT wird gefördert und unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Landesmitteln des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg.


Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.esf-bw.de

 

 

Minister Lucha zu DUETT – Teilzeitausbildung: Gut für Unternehmen

 

Was ist eine Teilzeitausbildung?

Grundsätzlich kann seit 2005 jede Ausbildung auch in Teilzeit durchgeführt werden. Das Berufsausbildungsgesetz BBIG regelt dies in § 8. Zielgruppen für Teilzeitausbildungen sind neben (jungen) Müttern und Vätern auch Personen mit pflegebedürftigen Angehörigen.

 

Teilzeitausbildungen bieten Chancen

Sie ermöglichen den Erwerb eines Berufsabschlusses für Menschen mit familiärer Verantwortung. Gleichzeitig gewinnen Unternehmen mit Teilzeitausbildungen neue Mitarbeitende - nämlich diejenigen, für die eine Ausbildung in Vollzeit nicht in Frage kommt.

Viele Alleinerziehende sind aufgrund ihrer hohen familiären Verantwortung besonders motiviert am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt aktiv zu sein und ihre Fähigkeiten beruflich einzubringen. Von einer Teilzeitausbildung profitieren somit Alleinerziehende und Unternehmen gleichermaßen: Die Mütter und Väter verknüpfen Beruf und Familie, Unternehmen gewinnen motivierte und organisationsstarke Auszubildende.

 

Rahmenbedingungen der Teilzeitausbildung

Die wöchentliche Ausbildungszeit beträgt 25 bzw. 30 Stunden. Auszubildende und Betriebe sprechen gemeinsam ab, zu welchen Zeiten diese Stunden geleistet werden (z.B. vormittags). Der Berufschulunterricht findet der Möglichkeit entsprechend statt (Vollzeit, Teilzeit, Blockunterricht).

 

Ausbildungsdauer

Die Regeldauer der Ausbildung bleibt grundsätzlich gleich. Entspricht jedoch die wöchentliche Ausbildungszeit weniger als 25 Stunden (bzw. weniger als 75% der Regelausbildungszeit) kann sich eventuell die Gesamtdauer verlängern – je nach Einzelfall um ein halbes oder ein ganzes Jahr. Im Hinblick auf eine Verlängerung wird geprüft, ob die Zeit im Betrieb im individuellen Fall ausreicht, um sich mit allen für die Ausbildung wichtigen und notwendigen Abläufen vertraut zu machen und sich die notwendigen Kenntnisse für den Ausbildungsberuf anzueignen.

 

 

Ausbildungsvergütung

    Die volle Ausbildungsvergütung kann auch in der Teilzeitausbildung gewährt werden sowie entsprechend der Stundenzahl reduziert werden. Die Ausbildungsvergütung variiert in der Regel je nach Art der Ausbildung.

 

Wichtig!

  • Ausbildungsbetriebe und Auszubildende entscheiden gemeinsam, welche Form der Teilzeitausbildung sinnvoll ist. Die Rechtsgrundlage bietet dabei §8 Berufsbildungs-gesetz (BBiG).
  • Besonderheiten einer Teilzeitausbildung sind im Ausbildungsvertrag unter ‚Sonstige Vereinbarungen’ festzuhalten.
  • Von der zuständigen Kammer ist eine Zustimmung für die individuelle Ausbildungsform der Teilzeitausbildung einzuholen. 
  • Die Berufschule ist über die Teilauszeitausbildung zu informieren.
  • Der Ausbildungsplan ist für die Teilzeitausbildung anzu-passen. Da es sich immer um Einzelfälle handelt – und von den beruflichen Vorerfahrungen abhängt, sollte dieser mit der Kammer abgestimmt werden.
  • Teilzeitauszubildende haben - wie alle Teilzeitbeschäftigten -den gleichen Urlaubsanspruch wie Vollzeitarbeitskräfte. Bei Teilzeitkräften, die nicht an jedem Arbeitstag in der Woche arbeiten, wird der Urlaubsanspruch im Verhältnis zu den wöchentlichen Arbeitstagen berechnet.
 

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